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Dank China mehr Gelassenheit in Konflikten

Donald Trump stockt noch ein letztes Mal der Atem: Aus China kommen jetzt dschi­hui und wäi­schiän. Das sind aber keine Krank­hei­ten, sondern Helfer für Ge­las­sen­heit in Kon­flik­ten und Krisenzeiten

Donald Trump stockt der Atem: Aus China kommen jetzt dschi­hui und wäi­schiän. Das sind aber keine Krank­hei­ten, sondern Helfer für Ge­las­sen­heit in Konflikten

Das Geheimnis der beiden chinesischen Wörter

Bevor wir das Ge­heim­nis um diese beiden wun­der­vol­len chi­ne­si­schen Wörter lüften, möchte ich dir noch eine Frage stellen:

Welche Ge­dan­ken oder Gefühle ent­ste­hen bei dir, wenn du an die beiden Wörter Kon­flikt und Krise denkst?

Nimm dir kurz Zeit und über­le­ge dir, was diese beiden Be­grif­fe bei dir auslöse. Welche Er­in­ne­run­gen kommen zum Vor­schein, wenn du diese beiden Wörter liest?

Für viele Men­schen sind und bleiben diese beiden Be­grif­fe negativ be­haf­tet. Wars das mit der Freude am Reden? Sind und bleiben Kon­flik­te etwas Negatives?

Hier kommen die beiden chi­ne­si­schen Wörter, aus­ge­spro­chen “dschi­hui” und “wäi­schiän” zum Einsatz: Sie können dir dabei helfen, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und Kon­flik­te aus einem völlig anderen Blick­win­kel zu betrachten.

Das Zeichen für Konflikt

Im Chi­ne­si­schen be­stehen die meisten Wörter aus zwei Silben, oder einfach aus­ge­drückt aus zwei Schriftzeichen.

Das chi­ne­si­sche Wort: “dschi­hui” be­deu­tet ins Deut­sche über­setzt so viel wie Chance und “wäi­schiän” be­deu­tet Gefahr oder Risiko

Und jetzt halt dich fest:

Die Krise, von der wir die ganze Zeit ge­spro­chen haben, oder “weid­schi”, wie der Chinese sagen würde, besteht auch aus zwei Zeichen. Zu­sam­men­ge­setzt wird die Krise aus einem Zeichen der Chance und einem der Gefahr. Das Schau­bild macht das noch einmal deutlich:

das-chinesische-schriftzeichen-krise
Das chi­ne­si­sche Schrift­zei­chen für Krise besteht zum Teil aus der Chance und der Gefahr. Ich habe die ent­spre­chend glei­chen Zeichen farb­lich für dich hervorgehoben.

Das be­deu­tet, dass die chi­ne­si­sche Sprache in der Krise oder im Kon­flikt rein theo­re­tisch stets beides sieht … sowohl die Chance als auch das Risiko.

Und ich finde, dass das eine wun­der­vol­le Idee ist. Dass selbst die schlimms­te Krise sowohl ein Risiko als auch eine Chance sein kann.

Jede Ir­ri­ta­ti­on, die wir in unserem Leben er­fah­ren, alles was nicht unseren Er­war­tun­gen ent­spricht, ist immer auch eine Chance. Eine Chance etwas Anders zu machen, umzudenken!

So klappt es, mit dem Umdenken

Zwei Ideen können dir dabei helfen, dass wir uns an diese Fä­hig­keit er­in­nern und beide Seiten sehen, die Chance und die Gefahr.

Die Ma­nage­ment­trai­ne­rin Vera Bir­ken­bihl hat einmal gesagt, dass sie sich eine be­son­de­re An­ge­wohn­heit an­trai­niert hat. Anstatt zu sagen, so eine Scheiße, oder was ein Mist, sagt sie laut:

“Na wie finde ich das denn” …

Dadurch tritt sie au­to­ma­tisch geistig einen Schritt zurück und stellt die Frage gleich­zei­tig an ihr Un­ter­be­wusst­sein. Dadurch ver­schafft sie sich selbst Zeit zu über­le­gen: Warum bin ich ei­gent­lich gerade sauer, warum ecke ich gerade mit diesem Men­schen an. Was ist da ei­gent­lich los?

Falls dir die Bir­ken­bihl-Methode nicht wei­ter­hel­fen sollte, kann ich dir gerne noch meine eigene empfehlen.

Wann immer ich ver­lei­tet bin, mich verbal über das Ver­hal­ten anderer Men­schen zu ärgern, trete ich einen Schritt zurück und sag:

“Das ir­ri­tiert mich”. 

Ich finde die Ir­ri­ta­ti­on ist ein so wun­der­vol­les Wort, weil es für mich kom­plett neutral ist und Zeit zum Denken gibt. Ich kann ir­ri­tiert sein, wenn ich über­rascht werde und ich kann genauso ir­ri­tiert sein, wenn ich mich an­ge­grif­fen fühle.

Freude ist eine Ent­schei­dung, die du immer wieder aufs Neue selbst treffen kannst. Ver­schaff dir in kri­ti­schen Si­tua­tio­nen Zeit um zu über­le­gen: Wie finde ich das? Ist das nur ein Risiko oder gibt es auch eine Chance?

Nur wenn du er­kennst, dass du immer die Wahl hast, geistig frei zu ent­schei­den, nur dann über­nimmst du Ver­ant­wor­tung für dich und deine Gefühle.

Ich weiß, dass das schwer ist und nicht immer klappen wird.

Aber jedes Mal, wenn du ver­suchst Chance und Risiko etwas be­wuss­ter wahr­zu­neh­men, wirst du einen Schritt weitergekommen.

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