Kategorien
#Selfcare #Ziele erreichen

Endlich die eigene Meinung sagen: eine smarte Übung

Ich weiß, dass es un­ge­müt­lich ist, wenn du vor über­zeug­ten Men­schen stehst und ver­kün­dest, dass du anderer Meinung bist! Wenn ich in meinen Trai­nings und Be­ra­tungs­ge­sprä­chen Men­schen dabei helfe, ihre Meinung offen aus­zu­spre­chen, dann emp­feh­le ich gerne diese Übung.

Ich weiß, dass es un­ge­müt­lich ist, wenn du vor über­zeug­ten Men­schen stehst und ver­kün­dest, dass du anderer Meinung bist! So lernst du es

Mit anderen Meinungen umgehen

Wir Men­schen neigen dazu, dass wir unsere Über­zeu­gun­gen ver­tei­di­gen wollen. Sie sind seit langer Zeit ein Teil von uns und gehören einfach zu unserer Rea­li­tät dazu. Wer sie an­greift greift uns per­sön­lich an! 

So pas­siert es, dass oftmals ein gi­gan­ti­scher Knall pas­siert, wenn zwei Mei­nun­gen auf­ein­an­der prallen. Die Frage lautet: lässt du dich von diesem lauten Ge­räusch ver­ängs­ti­gen, oder sprichst du trotzdem?

Ich habe den nach­fol­gen­den Text öf­fent­lich ge­pos­tet und reit­tier­be­sit­zen­den Wesen fol­gen­de Worte mitgeteilt.

Men­schen, die ihre Pferde auf Wander- und Geh­we­gen reiten, sollten genauso Kot­beu­tel mit­füh­ren müssen, wie es Hun­de­be­sit­zen­de ze­le­brie­ren.. Runter vom Gaul und Hand anlegen! Pfer­de­win­deln und Pooh-Bags wurden nicht zum Spaß er­fun­den. Dein Tier, dein Mist und deine Aufgabe!


Sofort haben sich Pfer­de­be­sit­zen­de darüber auf­ge­regt. Är­ger­lich? Nein. Lehr­reich? Absolut!

So wie du durch das Kraft­trai­ning stärker wirst, so wirst du durch die Kon­fron­ta­ti­on mit anderen Mei­nun­gen stärker darin, damit umzugehen.

Wenn ich Fach oder Füh­rungs­kräf­te trai­nie­re selbst­be­wusst ihre Meinung zu äußern, mit dem Be­wusst­sein damit auf hef­ti­gen Ge­gen­wind zu stoßen, dann emp­feh­le ich sehr gerne fol­gen­de smarte Übung: Po­la­ri­sie­re! Aber smart.

Deine Übung

Wie das gehen soll? Hol dir einen an­ony­men Account bei Twitter, Face­book oder bei einer anderen Web­sei­te, bei der du Bei­trä­ge ver­öf­fent­li­chen kannst oder An­zei­gen auf­ge­ben kannst.

Und jetzt po­la­ri­sie­re und pro­vo­zie­re (aber ver­let­ze nicht! Dis­ku­tie­ren — ja, dif­fa­mie­ren — nein!), was das Zeug hält. 

Falls du dir die Frage stellen soll­test, ob es mo­ra­lisch in Ordnung ist, sich ein Fake-Profil ein­zu­rich­ten und dezent zu pro­vo­zie­ren? Viel­leicht! Aber wenn du wie ich nach dem Prinzip: “Hilf dir selbst, bevor du zum hilf­lo­sen Helfer wirst” in der Kom­mu­ni­ka­ti­on lebst, dann können wir das direkt absegnen. 

Damit du wirk­lich nach­hal­tig lernst, deine Meinung später verbal beim Mit­ein­an­der­re­den mutiger kund zu tun, musst du bei dieser Übung zwei Dinge beachten. 

Anfangs anonym posten

Wichtig ist, dass du am Anfang anonym bleiben kannst. Es geht darum sich selbst eine ge­schützt Um­ge­bung zu schaf­fen, auf der du dich langsam her­an­tas­ten kannst, wie es sich anfühlt, seine Meinung offen aus­zu­spre­chen und auf Ge­gen­mei­nun­gen zu treffen. Dafür sollten deine Posts un­be­dingt deine eigene Meinung wi­der­spie­geln und nicht einfach nur aus Spaß an der Freude passieren.

Bewusstes Wahrnehmen

Ich ver­spre­che dir, dass es dich vor allem am Anfang schnell fuchsen wird, wenn jemand etwas gegen deine Meinung sagt. 

Je mehr Men­schen gegen deine Aussage sind, desto mehr nervt es dich. Aber solange du anonym bleibst, lehn dich zurück und nimm aber un­be­dingt deine Wut, oder welches Gefühl eben bei dir unter Ge­gen­wind pas­siert, bewusst wahr: Was pas­siert hier gerade?

Ist es dir un­an­ge­nehm, dass sich jemand gerade über deine Be­haup­tung lustig macht? Falls ja, warum? Was kannst du für die Zukunft daraus lernen? Warum ist dir die Meinung anderer Men­schen so wichtig, dass du ihnen die Macht über deine Gefühle gibst?

Bist du sauer, wahr­lich wütend, weil jemand anderer Meinung ist? Warum macht es dich wütend, wenn jemand anders denkt? Was kannst du daraus für deine Zukunft lernen?

Kannst du dich damit ab­fin­den, dass es mehr An­sich­ten zu richtig und falsch gibt? Ist es viel­leicht völlig in Ordnung seine Meinung offen zu sagen und Ge­gen­wind zu spüren? Lerne! 

Taste dich langsam heran

Deine an­ony­men Mei­nungs­äu­ße­run­gen werden dich schnell ab­här­ten. Du trittst offener für deine Meinung ein und kri­ti­siert gleich­zei­tig auch schär­fer, wer nicht deiner Meinung ist. 

An und für sich ein span­nen­der und ziel­füh­ren­der Prozess. Achte nur darauf, dass du dich in der Rea­li­tät (au­ßer­halb deiner An­ony­mi­tät) ebenso langsam und achtsam her­an­tas­test. Achte auch hier Schritt für Schritt auf deine Wahr­neh­mung in der Sprech­si­tua­ti­on. Es macht einen großen Un­ter­schied, einem Men­schen die eigene Meinung direkt vor ihm stehend ins Gesicht zu sagen. Aber auch das ist Schritt für Schritt ein­fa­cher zu meistern. 

Bonus

Wer sich vorab ar­gu­men­ta­tiv anonym im In­ter­net bewegt, der oder die hat einen gi­gan­ti­schen Vorteil. Du kannst bereits vorab klamm und heim­lich her­aus­fin­den, welche po­ten­zi­el­len Ge­gen­ar­gu­men­te andere Men­schen haben. 

So kannst du direkt, wenn du eines Tages in einer Live-Dis­kus­si­on sein soll­test, genau diese Ar­gu­men­te vorweg nehmen.

Wie mutig bist du, deine eigene Meinung offen aus­zu­spre­chen? Warst du schon immer so, oder muss­test du es erst lernen und wenn ja, wie hast du es geschafft? 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.