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#Ziele erreichen

Kurze Sätze beim Schreiben fürs Sprechen

Ein kleiner Tipp mit großer Wirkung: je kürzer deine Sätze, desto ver­ständ­li­cher und ein­präg­sa­mer dein Vortrag

Ein kleiner Tipp mit großer Wirkung: je kürzer deine Sätze, desto ver­ständ­li­cher und ein­präg­sa­mer dein Vortrag

Kurze Sätze

Lies gerne laut mit:

Wenn du gerade zu­fäl­lig mit dem Vor­be­rei­ten deines Re­de­ma­nu­skripts be­schäf­tigt sein soll­test, was auf­grund der durch Corona oft ge­schaf­fe­nen Ruhe im Home-Office ja durch­aus vor­stell­bar sein könnte, dann wird dich si­cher­lich bren­nend in­ter­es­sie­ren, dass ich als wis­sen­schaft­lich aus­ge­bil­de­ter Sprech­erzie­her und Trainer, vielen Men­schen, die ich auf ihrem Weg zu mehr Freude am Reden be­glei­te, weil sie sich auf­grund ihrer bald an­ste­hen­den Rede oder ihres Vor­trags an mich gewandt haben, meist einen ganz be­son­de­ren Tipp mit auf den Weg gebe, den sie beim Er­stel­len ihres Ma­nu­skripts un­be­dingt be­ach­ten sollten: 

Hab kurze Sätze! 

Je kürzer deine Sätze, desto ver­ständ­li­cher und ein­präg­sa­mer sind sie. Du hast si­cher­lich bei diesem einem langen Satz bemerkt (ja, das war ein ein­zi­ger Satz mit sehr vielen Kommata), dass er viel zu lange für das Spre­chen ist.

Jetzt stellt dir vor, du musst diesen Satz nicht nur lesen oder für dich selbst vor­sa­gen, sondern wirk­lich vor Hun­der­ten von Men­schen prä­sen­tie­ren. Noch vor dem ersten Ne­ben­satz hast du die Auf­merk­sam­keit vieler deiner Zu­hö­ren­den verloren.

Ver­suchs es doch gleich jetzt und hier aus. Stell dich auf­recht hin, stell dir vor, du stehst vor einem großen Pu­bli­kum und lies diesen Satz am Anfang des Bei­trags einmal laut vor.

Achte auf deine Pausen, deine Atmung und wie es sich für dich und deine Ohren anfühlt. 

Das Problem: Schachtelsätze

Das Problem bei vielen Ma­nu­skrip­ten sind vor allem kom­pli­zier­te Schach­tel­sät­ze. Also lange, kom­pli­ziert gebaute Sätze mit vielen Nebensätzen.

Das Bilden von diesen Schach­tel­sät­zen pas­siert bei vielen Men­schen völlig au­to­ma­tisch und es ist absolut nach­voll­zieh­bar, warum das so ist.

Wir haben es in der Schule so gelernt. 

Wir haben immer nur ge­schrie­ben für das Lesen. Wir haben nie gelernt, fürs Reden zu schreiben! 

Wenn du aber ein Ma­nu­skript für deine Rede oder deine Prä­sen­ta­ti­on vorher auf­schrei­ben möch­test, dann musst du lernen umzudenken.

Denn wir Men­schen ver­wen­den im täg­li­chen Sprach­ge­brauch eher selten Satz­kon­stel­la­tio­nen mit vielen Nebensätzen! 

Genau des­we­gen lautet mein gol­de­ner Tipp für dich: 

Schrei­be und spreche wenn, dann kurze Sätze!

Die Lösung: Stichworte 

Was vielen Men­schen in meinen Trai­nings dabei hilft um­zu­den­ken, ist Folgendes:

Am Anfang schreibst du deine Rede so auf, wie du es immer schon gemacht hast. Hier kannst du von mir aus auch gerne so viele Schach­tel­sät­ze ein­bau­en, wie du willst. Schön aus­for­mu­liert und wie du dich damit eben wohlfühlst.

Wenn dieser Text dann fertig ist, ver­su­che die Inhalte darin in einem nächs­ten Schritt in Sinn­ab­schnit­te zu untergliedern. 

Finde jeweils pas­sen­de Über­schrif­ten und fange dann an, den Inhalt (und die Schach­tel­sät­ze) nun in Stich­punk­te umzuformulieren. 

Keine Angst! Dadurch, dass du deinen Text bereits einmal aus­führ­lich aus­for­mu­liert hast, hat er sich schon grob in deinem Gehirn eingeprägt. 

Es wird dir jetzt deut­lich leich­ter fallen, trotz deiner Stich­punk­te einen groß­ar­ti­gen Vortrag zu halten, frei von Schachtelsätzen.

Wirf einen Blick auf dein Manuskript 😉

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