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#Konflikte lösen #Stressprävention

Warum Konflikte belasten

Streit, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und Kon­flik­te machen eins: sie nerven. Warum das so ist, er­fährst du in diesem sehr selbst­re­flek­tie­ren­den Beitrag.

Streit, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und Kon­flik­te machen eins: sie nerven. Warum das so ist, er­fährst du in diesem Beitrag.

Kon­flik­te sind für viele von uns in erster Linie nichts anderes als Zeit- und En­er­gie­fres­ser. Viel­leicht geht’s dir ja auch so: 

Du hast mit einem anderen Men­schen einen Streit oder sogar schon einen rich­ti­gen Kon­flikt und plötz­lich nimmt diese Person so viel Zeit und Energie deines Alltags in An­spruch, die sie nicht ver­dient hätte.

Alleine der Gedanke an diesen Men­schen oder das Kon­flikt­the­ma und dein Magen zieht sich zusammen.

Und das, obwohl du ent­spannt zu Hause auf der Couch liegst.

Deine Ge­dan­ken kreisen noch immer um diesen Kon­flikt und du kannst dich einfach nicht auf die schönen Dinge im Alltag konzentrieren. 

Das Abend­essen mit deinem Liebs­ten oder deiner Liebs­ten ge­nie­ßen ist dadurch kaum möglich, weil dich die Ge­dan­ken an den Kon­flikt immer wieder heimsuchen.

Und als würde das noch nicht reichen, liegen viele Men­schen deshalb auch noch abends lange grü­belnd wach und werden ihres Schla­fes beraubt. 

Meinungsverschiedenheit ≠ Konflikt

Ein Kon­flikt ist erst dann ein Kon­flikt, wenn deine und meine Hand­lungs­ab­sicht sich in die Quere kommen. 

Und das auf eine Art und Weise, dass wir, oder zu­min­dest einer von uns beiden seine Ziele, die er ei­gent­lich er­rei­chen wollte, nicht mehr oder nur schwer er­rei­chen kann.

Und genau das ist das Problem mit Konflikten!

Du siehst plötz­lich das Risiko, oder die Gefahr, dass du dein Ziel nicht mehr er­rei­chen kannst, weil der andere dir dabei im Weg steht.

Wir Men­schen neigen gerne dazu zu denken, dass zu 100% nur der andere das Problem ist und vor allem daran schuld ist, dass dieser Kon­flikt über­haupt erst ent­stan­den ist.

Warum uns Konflikte und Krisen belasten

Woher kommt das, dass uns Kon­flik­te und Krisen sogar dann noch be­las­ten, obwohl sie gerade gar nicht real stattfinden?

Ich glaube, dass es drei Gründe sind, wieso wir damit zu kämpfen haben:

1. Streben nach Harmonie

Erstens und fast schon of­fen­sicht­lich ist na­tür­lich, dass Kon­flik­te oder Strei­te­rei­en von Natur aus eine Her­aus­for­de­rung für uns Men­schen darstellen.

Zwei mäch­ti­ge Le­be­we­sen mit eigenen Wün­schen, Zielen und Vor­stel­lun­gen von Richtig und Falsch prallen ur­plötz­lich mit voller Wucht aufeinander.

Und wenn du jetzt noch jemand bist, der be­son­ders nach Har­mo­nie strebt, dann wird das schnell zur Qual.

Ich glaube üb­ri­gens, dass wir tief in uns alle nach Har­mo­nie und Liebe streben. Nur lassen uns unsere Emo­tio­nen diesen heim­li­chen Wunsch in stres­si­gen Si­tua­tio­nen schnell aus den Augen verlieren.

2. Realität und Vorstellung 

Unser Gehirn macht keinen Un­ter­schied zwi­schen Rea­li­tät und Vorstellung.

Nehmen wir zum Bei­spiel mal an, du hast einen Freund zu Gast, der eine pa­ni­sche Angst vor Spinnen hat.

Wenn du ihm jetzt beim Abend­essen am Tisch sagst: “Ver­dammt, da war eine Spinne am Ess­tisch, ich habe sie nicht fangen können, jetzt ist sie unter den Brot­korb!”, dann ist die Wahr­schein­lich­keit sehr sehr hoch, dass dieser Mensch Angst bekommt. Und das, obwohl er nur glaubt, also sich nur für den Bruch­teil einer Sekunde vor­stellt, dass da echt eine Spinne gewesen sein könnte.

Diese mensch­li­che Fä­hig­keit, dass alleine die Vor­stel­lung einer Gefahr uns schon in einen Alarm­zu­stand bringt, ist zwar für je­man­den, der Angst vor Spinnen hat nicht gerade hilfreich.

Der Ur­mensch fand es aber mit großer Si­cher­heit ziem­lich prak­tisch, wenn er nur bei einem Ra­scheln im Gebüsch sich den ge­fähr­li­chen Löwen vor­stel­len konnte und dadurch einen Sekunde eher weg­lau­fen konnte.

Also diese Fä­hig­keit, sich Dinge vor­stel­len zu können, die ei­gent­lich gar nicht real sind, sinn­voll ein­ge­setzt, sichert uns das Überleben.

Aber ist das auch wert, deinen Körper ima­gi­när unter Stress zu ver­set­zen, nur weil du mit deinem Partner, Mit­ar­bei­ter oder Kol­le­gen gerade einen Streit oder Kon­flikt hast?

3. Der falsche Fokus

Viele von uns kommen von der Arbeit nach Hause und nehmen die Arbeit mit über die hei­mi­sche Tür­schwel­le. Das Gleiche pas­siert mit vielen Krisen und Kon­flik­ten in deinem Alltag.

Anstatt, dass wir uns darauf kon­zen­trie­ren, wie wir den Kon­flikt lösen oder damit umgehen, haben wir andere Sorgen: “Das darf doch nicht wahr sein”, “Warum muss mir das pas­sie­ren”, “Warum tut er mir das an”, “Wie konnte das über­haupt pas­sie­ren” uvm.

Anstatt die Si­tua­ti­on als solche zu ak­zep­tie­ren und zu lernen damit um­zu­ge­hen, be­hal­ten wir unseren Fokus in der Ver­gan­gen­heit und beim Problem, anstatt nach Lö­sun­gen zu suchen.

Die Lösung?

Bis hierher habe ich dir ei­gent­lich nur Pro­ble­me auf­ge­zählt, die durch Strei­te­rei­en und Kon­flik­te bei uns selbst ent­ste­hen. Ein erster Schritt, raus aus dieser Ab­wärts­spi­ra­le ist der Versuch, dass du Kon­flik­te als Chance siehst. Als Chance um­zu­den­ken, etwas Neues und Anderes zu schaffen.

Zwei­tens fo­kus­sie­re dich nur auf das, was du wirk­lich ver­än­dern kannst: Die Ge­gen­wart und damit auch deine Zukunft. Die Ver­gan­gen­heit und warum Kon­flik­te ent­stan­den sind, ist abgeschlossen! 

Drit­tens, lass nicht zu, dass dich abends deine Ge­dan­ken heim­su­chen und deiner Part­ner­schaft oder deinem Schlaf schaden. Deshalb ist meine Devise: Deine letzten Ge­dan­ken vor dem Ein­schla­fen sollten immer SCHÖNE sein. Versuch also, dass du vor dem Schla­fen­ge­hen an etwas Schönes denkst, du dir ein schönes Gedicht auf­sagst oder du ein Buch liest, das dir gut tut. Viel­leicht helfen dir ja die 10 hei­li­gen Regeln der Ge­las­sen­heit von Papst Jo­han­nes dem 23. dabei.

Wie gehst du mit solchen ne­ga­ti­ven Vibes um? Kannst du schnell ab­schal­ten und falls ja, wie machst du das?

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